Mit der Prüfmitteldatenbank zum geeigneten Messmittel
Software mit intelligenter Prüfmitteldatenbank für das Qualitätsmanagement
Die Prüfmitteldatenbank-Anbindung ist ein wesentlicher Bestandteil von Com.IPM und ein deutlicher Mehrwert für den Anwender. Die Software zur Auswahl und Verwaltung geeigneter Messsysteme bietet unterschiedliche Optionen für die Anbindung: die eigene Com.IPM Prüfmittel DB, kundenspezifische Prüfmittel DB oder eine Public Prüfmittel DB.
Was ist eine Prüfmitteldatenbank?
Eine Prüfmitteldatenbank verwaltet alle Mess- und Prüfmittel eines Unternehmens zentral und digital. Sie dient dazu, Informationen wie Bezeichnungen, Auflösung, Kalibrierstatus oder bereits durchgeführte Studien zu dokumentieren und nachzuverfolgen.
In der industriellen Fertigung gibt es in der Regel viele unterschiedliche Prüfprozesse und somit sind auch viele unterschiedliche Prüfmittel im Einsatz. Es ist erforderlich, für jedes einzelne Prüfmittel eine Vielzahl an Informationen zu erfassen, von der Auflösung über die Kalibrierung bis hin zur Linearität. Eine digitale Prüfmitteldatenbank hilft dabei, diese Informationen systematisch abzubilden.
Welche Prüf- und Messmittel lassen sich verwalten?
Verwalten lassen sich grundsätzlich alle Geräte, Vorrichtungen und Hilfsmittel, mit denen eine Prüfung durchgeführt wird. Das können sowohl Messgeräte wie Messschieber oder Bügelmessschrauben sein, aber auch Vorrichtungen zur visuellen Prüfung, Lehren uvm. Entscheidend ist der Zweck: Wenn ein Gerät, eine Lehre oder eine Vorrichtung zur Bewertung eines Merkmals dient, gehört es in die Prüfmitteldatenbank.
Bereits bei der Prüfplanung sollte/kann im Qualitätsmanagement, sofern die entsprechenden Informationen vorhanden sind, die Auswahl eines geeigneten Messgeräts, Messmittels bzw. Messsystems erfolgen. Dieser Schritt ist Teil des Prüfmittelmanagements. Com.IPM nutzt all diese Informationen intelligent und sucht auf Basis der Merkmalsinformationen (Merkmalsart, Auflösung, Spezifikationsgrenzen, …) in der Datenbank nach einem geeigneten Messgerät, Messmittel bzw. Messsystem und schlägt diese dem Anwender für die jeweilige Messaufgabe vor.
Intelligente Messmittelauswahl für das Qualitätsmanagement in der Fertigung
In der industriellen Produktion ist es im Rahmen der Prüfmittelverwaltung wichtig, dass Messmittel aufgrund ihrer Eigenschaften, Qualität und Zuverlässigkeit dazu geeignet sind, die ihnen zugewiesene Prüfaufgabe zu erfüllen. Dabei muss das Prüfmittel den empfohlenen Grenzwert für das entsprechende Merkmal einhalten. Andernfalls besteht das Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen. Fehlerhafte Teile könnten als gut beurteilt bzw. fehlerfreie Teile als Ausschuss deklariert werden. Grundlage bzw. Auswahlkriterien, um diese Risiken zu minimieren, bilden in Com.IPM die kombinierte Messunsicherheit des Messsystems, die Auflösung des Messgeräts und der jeweilige Messbereich. Auf deren Basis macht die Software mit Prüfmitteldatenbank dem Qualitätsmanagement Vorschläge.
Bei der intelligenten Messmittelauswahl geht Com.IPM für ein spezifiziertes Merkmal mehrstufig vor:
- Liegen für das Merkmal aufgrund vorhandener Studien (Verfahren 1 bzw. Bewertung der Linearität) uMS-Werte vor, dann werden die Messsysteme vorgeschlagen, die sich bzgl. des QMS-Werts qualifizieren.
- Eignen sich für das Merkmal Messgeräte bzw. Messmittel und ist zu denen der MPE-Wert (Maximum Permissible Error) hinterlegt, wird daraus unter Berücksichtigung der Verteilung die kombinierten Messunsicherheit uMS bestimmt und alle Messgeräte bzw. Messmittel vorgeschlagen, die sich bzgl. des QMS-Werts (≤ 15%) qualifizieren.
- Ist kein uMS-Wert bekannt, schlägt Com.IPM für das Merkmal alle Messgeräte bzw. Messmittel vor, die sich bzgl. der Auflösung %RE ≤ 5% eignen.
Mit zunehmenden Informationen zu einfacheren Entscheidungen
Neben einem intelligenten Vorschlagswesen zur Auswahl von Messgeräten aus der Datenbank können nach Durchführung eines Eignungsnachweises Studienergebnisse, wie die kombinierte Standardunsicherheit uMS, zurück in die Prüfmitteldatenbank gespeichert werden. So wächst mit jeder durchgeführten Studie in Com.IPM kontinuierlich das Wissen und liefert in der Produktion wichtige Entscheidungskriterien zur Messmittelqualifikation mit der Software, d. h. zur späteren bzw. neuen Auswahl der Messgeräte, Messmittel und Messsysteme.
Diese Funktion bietet dem Anwender einen enormen Vorteil, denn bereits mit dem Vorliegen von Studienergebnissen zum Messgerät, Messmittel bzw. Messsystem werden diese nicht nur als Entscheidungshilfe bereitgestellt, sondern ebenfalls mitgeladen. Somit liegen für den Eignungsnachweis des Messsystems bereits die entsprechenden Daten vor, um das Unsicherheitsbudget des Messsystems erstellen zu können.
Welche Anforderungen stellt VDA 5 an eine Prüfmitteldatenbank?
VDA Band 5 liefert keine Spezifikation für eine Prüfmitteldatenbank -Software, legt jedoch fest, dass die Datenbank die Prüfmittelüberwachung und den Eignungsnachweis im Sinne des Prüfprozessmanagements unterstützen muss. Folglich muss sie die Rückführbarkeit, Dokumentation und risikobasierte Bewertung von Mess- und Prüfprozessen möglich machen. Diese Anforderungen erfüllt Com.IPM.
Welche Prümitteldatenbank nutzen Sie?
Wir helfen Ihnen bei der Anbindung vorhandener Prüfmitteldatenbanken in der Produktion und liefern Ihnen mit unserem Bestand eine Möglichkeit, den Auswahlprozess zu erleichtern und beschleunigen. Gerne beraten wir Sie auch darüber, welche Prüfmitteldatenbank in Ihrem individuellen Fall am passendsten ist. Kontaktieren Sie uns jetzt unverbindlich.